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Ein Wochenende „Spiel und Aggression“ mit Dorit Feddersen-Petersen (im Norden)

28. Juli 2018 - 29. Juli 2018

- 210€

Insgesamt umfasst die Dorit-Wissensreihe drei Wochenenden. Diese können entweder komplett, als einzelne Wochenenden oder als einzelne Tage gebucht werden.

>>> „Individualentwicklung – Ontogenese & Normalverhalten und Verhaltensstörungen“, 20. & 21. Januar 2018

>>> „Verhaltenselemente – Ausdrucksverhalten & Vergleichendes Verhalten innerhalb der Gattung Canis“, 7. & 8. April 2018

>>> „Spiel und Aggression – Spielverhalten & Aggression und Beutefangverhalten“, 15. & 16. September 2018

Buchung einzelner Tage: 115 Euro
Buchung einzelner Wochenenden: 210 Euro
Buchung der kompletten Reihe (drei Wochenenden): 600 Euro

 

 

 

Tag 1: Spielverhalten

 

„Play is not easily defined. Attempts to define it functionally face the problem that it is not obvious that play serves any particular function either at the time when it is performed or later in life.“ (Marc Bekoff, 1998)

Um das Spielen herum gibt es nach wie vor noch viele unbeantwortete Fragen.

– Ist Spiel Luxus oder biologische Funktion?

– Welche Überlebensvorteile bringt das Spielen mit sich?

Die Entwicklung des Spielverhaltens verläuft parallel zur kognitiven Entwicklung und kann nicht separat von dieser betrachtet werden. Spiel ist unabdingbar für eine ungestörte Entwicklung von Jungtieren, Verhaltensweisen werden erprobt, dieses mit immer wieder unterschiedlichen Partnern und im unterschiedlichen Verhaltenskontext. Das Einhalten bestimmter Regeln und Rituale im Umgang miteinander sind obligatorische Lernergebnisse. Gelernt werden Rituale, die für das Streiten wie die Kooperation bitter nötig sind. Weiter geht es u.a. um die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, um die Festigung sozialer Beziehungen und z.B. um die „Stressresistenz“ und Vergrößerung des Verhaltensrepertoires und damit anpassungsfähiger neuen Situationen gegenüber.

Vorgestellt wird das Spielen zwischen Kindern und Hunden im Vergleich.
Viele Analogien werden deutlich so wie Unterschiede, die uns mit dem faszinierenden Thema des Spiels weiterbringen!

 

Tag 2: Aggression und Beutefangverhalten

 

Eine einheitliche Definition für das Aggressionsverhalten liegt nicht vor.

Aggressionsverhalten ist vielursächlich, Aggressionen erfüllen Aufgaben im Dienste der Eignung. Es ist ein Regulativ des Sozialverhaltens, bildet als das Streiten, die Kompetition, den Gegenpart zur Kooperation.

Definition Aggression, gestern und heute:

  1. Viele verschiedene Verhaltensweisen, die ein Individuum direkt oder indirekt, körperlich oder seelisch schädigen (Gattermann u.a. 1990).      2. Sammelbezeichnung für alle Verhaltensweisen gegenüber Artgenossen, die das eigene Verhalten störend beeinflussen (Gattermann u.a. 2006).
  2. Frustrations-Aggressions-Hypothese wurde verworfen, da Frustration nur ein Faktor ist, der zur Aggression führen kann.

Aggressionsverhalten ist ein natürlicher Bestandteil des Sozialverhaltens; eine natürliche Veranlagung. Es ist ein natürliches Programm, das nötig ist, um (soziale) Probleme anzugehen und Lösungen zu finden. Aggressionsfähigkeit kann konstruktiv und zielgerichtet oder destruktiv und zerstörerisch (Eskalation) sein.

Das Aggressionsverhalten von Wölfen einerseits sowie Hunden (und Menschen) wird vorgestellt, implizit die Konzepte zur Aggression gestern und heute.

Im Unterschied zum Aggressionsverhalten dient Beutefang keinen sozialen Belangen, vielmehr liegen ihm differente Steuermechanismen zugrunde und ihm wohnt ein erhebliches Gefahrenpotenzial inne. Ein deplatziertes Beutefangverhalten aber wird in den Hundegesetzen der Länder nicht aufgeführt. Jagen ist lustbetont, wird durch psychotrope körpereigene Substanzen getragen.

Das Jagdverhalten von Wölfen und Haushunden wird besprochen. Domestikation / selektive Rassezucht haben Elemente wölfischer Handlungsketten verändert, es gibt diesbezügliche Hypotrophien oder Hypertrophien in bestimmten Bereichen (Zupacken und Töten durch heftiges Schütteln).

Lernbedingte Förderung, übertriebenes Ballapportieren etwa, birgt Gefahren, hat in aller Regel fatale Folgen.

Details

Beginn:
28. Juli 2018
Ende:
29. Juli 2018
Eintritt:
210€
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Sportlife Hotel
Elmshorn, 25337