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Ein Wochenende „Verhaltenselemente“ mit Dorit Feddersen-Petersen (im Norden)

28. April 2018 - 29. April 2018

- 210€

Insgesamt umfasst die Dorit-Wissensreihe drei Wochenenden. Diese können entweder komplett, als einzelne Wochenenden oder als einzelne Tage gebucht werden.

>>> „Individualentwicklung – Ontogenese & Normalverhalten und Verhaltensstörungen“, 20. & 21. Januar 2018

>>> „Verhaltenselemente – Ausdrucksverhalten & Vergleichendes Verhalten innerhalb der Gattung Canis“, 7. & 8. April 2018

>>> „Spiel und Aggression – Spielverhalten & Aggression und Beutefangverhalten“, 15. & 16. September 2018

Buchung einzelner Tage: 115 Euro
Buchung einzelner Wochenenden: 210 Euro
Buchung der kompletten Reihe (drei Wochenenden): 600 Euro

 

 

 

Tag 1: Ausdrucksverhalten und Kommunikation – Grundlagen bei Haushunden

 

Es sind die Gebärden, die uns verbinden, unsere Mimik, Körperhaltungen und Bewegungen. Diese analoge Kommunikation, die unsere Gefühle, Absichten und Bedürfnisse so trefflich abbildet, übermittelt und vielfach unbewusst verrät, stellt eine universelle Grammatik in der nicht-verbalen Sprache von Menschen und Tieren dar. Analoge Kommunikation lässt uns Verbundenheit erfahren, wohl weil ihre Ausdrucksformen die gemeinsamen Wurzeln der Mensch-Tier-Kommunikation sind, eines Verhaltens, welches interspezifisch über weite Bereiche intuitiv verstanden wird.

Dieses gilt zumal für Haushunde, die seit rund 40.000 Jahren mit uns leben, eingepasst in unser Sozialsystem und unsere Mitwelt, dabei ihr Ausdrucksverhalten genetisch veränderten, denn vorzugsweise Menschen wurden und sind Bestandteil ihrer ökologischen Nische, ihrer natürlichen (sozialen) Umwelt, und wesentliche Instanz ihrer züchterischen Auslese. Hunde sind adaptiert an diese Lebensbedingungen, widmen seit Jahrtausenden ihre ganze Aufmerksamkeit jeder Regung des Menschen. Sie wurden Arbeitstiere und Begleiter des Menschen. Heute sind sie in mitteleuropäischen u.a. modernen westlichen Gesellschaften überwiegend Sozialpartner, häufig unterbeschäftigt und gleichsam überfordert als „Mensch im Pelz“ oder Statussymbol. Allesamt sind sie hochsozial und somit exzellente Beobachter, die unsere Mimik, Körperbewegungen, Körperhaltungen sowie die Art unseres Sprechens assoziativ zum situativen Kontext bzw. zu regelhaften Verhaltensänderungen ganzheitlich speichern, um sich fortan darauf einzustellen, gezielt auch zu ihrem Nutzen. Dieser muss keineswegs deckungsgleich mit unserem Vorteil sein, uns also nicht unbedingt Freude bereiten.

Es soll vorzugsweise auf die Anpassungsähnlichkeiten zwischen Hund und Mensch eingegangen werden. Diese werden für alle Sinnesmodalitäten vergleichend dargestellt.

 

Tag 2: Vergleichendes Sozialverhalten (Schwerpunkt: Ausdrucksverhalten) verschiedener Vertreter der Gattung Canis

 

Verhaltensuntersuchungen unter vergleichbaren Lebensbedingungen werden an gewachsenen Gruppen von Wölfen (Canis lupus lupus L), Kojoten (Canis latrans SAY), Goldschakalen (Canis aureus L) sowie Dingos (Canis lupus dingo) aus Australien und Neuguinea vorgestellt und im Kontext von Freilandbeobachtungen diskutiert. Dabei geht es speziell um kommunikative Unterschiede. Zur Abrundung sollen sozio-kognitive Fähigkeiten (Kooperation und Kommunikation bei der Lösung komplexer Probleme) sowie Lösungsfindungen bei komplexen Manipulationsaufgaben Berücksichtigung finden, um das Leben in Gruppen mit sehr variabler Strategie kennenzulernen.

Details

Beginn:
28. April 2018
Ende:
29. April 2018
Eintritt:
210€
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Sportlife Hotel
Elmshorn, 25337