KynoKon 2026 – Nasenarbeit – Was wir (nicht) wissen | PD Dr.Juliane Bräuer
- 15.09.2026
- Aufzeichnung
- 30 EUR
Beschreibung
Schwerpunkte
Inhalt
Vom 14. bis 16. September 2026 fand die KynoKon 2026 statt: Drei Tage voller inspirierender Vorträge, Networking und direktem Austausch mit führenden Expert*innen. Erlebte Wissenschaft hautnah, wertvolle Kontakte und neueste Erkenntnisse direkt für Deinen Berufsalltag.
Vor Ort in der einzigartigen Atmosphäre eines historischen Schloss- und Gutsgeländes – und zu Hause vor dem Rechner – wir haben ein Gesamtpaket mit aktuellem Wissen, Expertise und Networking direkt für Dich zusammengestellt!
Nasenarbeit - Was wir (nicht) wissen | PD Dr.Juliane Bräuer
Mantrailer-Hunde sollen teils über große Distanzen und nach erheblicher Zeit. die individuelle Spur eines Menschen verfolgen können. In der Praxis werden beeindruckende Erfolge beschrieben und in Ermittlungs- wie Vermisstensuchen wird zunehmend auf diese Hunde gesetzt.
Wissenschaftlich ist die Lage jedoch deutlich weniger klar. Zwar ist gut belegt, dass Hunde über eine ausgeprägte Geruchswahrnehmung verfügen und Gerüche unterscheiden können. Speziell zur Frage, wie individuelle Menschenspuren wahrgenommen, verarbeitet und über Zeit verfolgt werden, existieren jedoch nur wenige kontrollierte Studien. Viele zentrale Punkte sind bislang nicht ausreichend untersucht: Welche Geruchskomponenten spielen tatsächlich eine Rolle? Wie stabil sind individuelle Geruchsspuren unter realen Umweltbedingungen? Wie wirken sich Temperatur, Wind, Untergrund oder Zeitverzögerung aus? Und wie lassen sich Hundeleistung und mögliche Einflüsse durch den Menschen methodisch sauber voneinander trennen?
Juliane Bräuer ordnet die vorhandenen experimentellen Befunde ein und fragt kritisch:
Was ist empirisch gut belegt und wo bewegen wir uns im Bereich plausibler, aber bislang nicht ausreichend geprüfter Annahmen? Ziel ist eine realistische, wissenschaftlich fundierte Einordnung von Möglichkeiten und Grenzen des Mantrailings sowie anderer Bereiche der Nasenarbeit.
Mehr Infos: https://kynokon.de/
Ziele & Zielgruppe
Zielgruppe
Was Du aus der Veranstaltung mitnimmst
Erlebte Wissenschaft hautnah und neueste Erkenntnisse direkt für Deinen (Berufs-)Alltag.
Dozent*in
Dr. rer. nat. habil Juliane Bräuer
Verhaltensbiologin
Dr. Juliane Bräuer hat Biologie in Würzburg und Leipzig studiert und am renommierten Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig promoviert. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Vergleichenden Psychologie: Sie untersucht die kognitiven Fähigkeiten von Tieren im Vergleich zum Menschen und spürt dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf kulturellen Unterschieden in der Mensch-Hund-Interaktion, durch die sie dazu beiträgt, die Anpassungsfähigkeit und sozialen Fähigkeiten von Hunden in unterschiedlichen Kontexten besser zu verstehen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sie eine Vielzahl von Verhaltensstudien mit Menschenaffen, Hunden, Wölfen und Schweinen durchgeführt und ihre Ergebnisse in zahlreichen Fachpublikationen veröffentlicht.
Besonders fasziniert ist sie von der Kognition des Hundes, der im Verlauf seiner langen Domestikationsgeschichte bemerkenswerte Fähigkeiten entwickelt hat, um in der menschlichen Welt zu bestehen. Ihre Leidenschaft für dieses Thema spiegelt sich auch in ihren Büchern wider: „Klüger als wir denken: Wozu Tiere fähig sind“ (Springer Spektrum, 2014) und „Was Hunde wissen“ (Springer Spektrum, gemeinsam mit Juliane Kaminski, 2021).
Seit 2016 leitet Dr. Bräuer die Forschungsgruppe „HundeStudien“ am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena. Zudem hat sie sich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fach Psychologie habilitiert.
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Infos
Datum
15.09.2026
Veranstaltungsformat
Schloss & Gut Ulrichshusen in Mecklenburg-Vorpommern
Dozent*in
Dr. rer. nat. habil Juliane Bräuer
Anerkennung
NDS, SH
Weitere Infos
Aufzeichnung optional, 5% der Einnahmen gehen in den TiSchuFobiTo
